Schon von Platon wird aufgezeigt das Menschen, die als Kinder die Natur staunend wahrgenommen haben, im späteren Leben lebendig denken und forschen.

Menschen, die als Kinder mit Ehrfurcht der Natur, den Pflanzen, Tieren und Menschen begegnet sind, werden im späteren Leben verantwortlich handeln.

 

Unsere Zeiten im Wald und unsere Arbeiten im Garten sollen die Kinder dazu anregen, die Sinne als Tore zur Welt und zur Seele zu pflegen.

Staunend und ehrfurchtsvoll die Natur zu betrachten und vor allem dankbar die vielfältigen Geschenke aus Wald, Feld und Garten zu genießen und sich mit der Natur im Einklang zu fühlen.

Zahlreiche Untersuchungen und Statistiken belegen, dass immer mehr Kinder im Vorschulalter auffällig sind.

Verhaltens- und Lernprobleme sind häufig auf Wahrnehmungsprobleme zurückzuführen.

Die Umgebung unsere kleinen Kinder ist heute im Vergleich zu der von vor fünfzig Jahren unruhiger, lauter, schneller, weniger durchschaubar und unübersichtlicher geworden.

Hinzu kommen die vielen Stunden, die Kinder in Autos sitzen und Buggys verbringen.

Es wird ihnen somit die Möglichkeit genommen, sich zu bewegen, die Umwelt zu "begreifen" und zu erleben und wichtige Wahrnehmungen, die für die Entwicklung notwendig sind, können nicht mehr gemacht werden.

Die beste "Lernmeisterin" für Wahrnehmungen ist die Natur selbst, denn die Kinder erleben sich als Teil der Natur und durch das tägliche Erleben werden ihnen die Zusammenhänge der Beziehung von Mensch und Natur gut verständlich.

Wir achten natürlich ganz besonders auf angemessene Kleidung. Es gibt kein schlechtes Wetter im Wald, sondern nur falsche Kleidung. Beim Ankleiden wird der Lebenssinn gepflegt und mit Liedern und Reimen untermalt, wird jedes Kind sorgfältig beim Anziehen begleitet. Das gibt den Erziehern auch die Möglichkeit, individuelle Befindlichkeiten beim Kind festzustellen, wie z.B. fühlt es sich kalt oder verschwitzt an?

Die täglich verbrachte Zeit im Wald wirkt sich sowohl auf die körperliche als auch auf die psychische Gesundheit der Kinder positiv aus.

Bewegung in frischer Luft bei Wind und Wetter stärkt die Widerstandskräfte und lässt Erkältungskrankheiten seltener werden.

Dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder wird ohne Stress und Reizüberflutung Rechnung getragen.

Sinnesanregungen und die Stille in der Natur stehen in einem angenehmen Verhältnis zueinander.

Die Natur hat eine ausgleichende Wirkung auf die menschliche Psyche.

Stille ist in der heutigen Zeit ungewohnt, aber für die Kinder von unschätzbarem Wert.

Das genaue Hinhören, die Möglichkeit differenzierteste Laute wahrzunehmen, fördert die innere Ruhe, das Wohlbefinden und die Konzentrationsfähigkeit. In der Natur lernen die Kinder auch ihre persönlichen Eigenarten kennen.

Wenn die Gruppe sich im Wald bewegt, gibt es trotz der Freiräume Bedürfnisse und Wünsche der anderen, auf die Rücksicht genommen werden muss. Es gibt reichhaltige Möglichkeiten zum Klettern, Balancieren, Hangeln und Schaukeln. Es werden personale, kognitive und soziale Fähigkeiten angesprochen

Und an einem im Wald gefundenem Samenkorn lässt sich Zukünftiges und Vergangenes lebendig denken.