Wir alle wollen, dass sich unsere Kinder gesund entwickeln.

Viele Kinder sind aber nicht nur krank aufgrund von Ansteckungen, äusseren Verletzungen oder genetisch bedingten Ursachen, viele erkranken auch an ihren Lebensumständen.

Sie vereinsamen, weil ihnen die Bezugspersonen fehlen und oft ist auch ihre Sprachentwicklung gestört.

Es ist eben etwas ganz anderes, ob eine liebende Bezugsperson eine Geschichte erzählt oder ein Kassettenrecorder dies tut.

Auch ein ruhiger, tiefer Schlaf der Kinder ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr.

 

Stundenlanges Fernsehen und allgemeine Reizüberflutung, haben Auswirkungen auf den Schlaf der Kinder.

Des Weiteren ist uns gesunde Ernährung ein Anliegen.

Mindestens einmal in der Woche bereiten wir unser Frühstück gemeinsam vor.

Drei wichtige Faktoren gehören dabei mit zum gesunden Essen.

Erstens die Qualität der Lebensmittel aus kontrolliert biologischem Anbau und so frisch wie möglich.

Zweitens die Essensatmosphäre: die Kinder haben die nötige Ruhe und Zeit zum Essen, um die Mahlzeit auch zu geniessen und zu merken, wann sie satt sind.

Drittens spielt der Essensrhythmus eine große Rolle; gerade Kinder mit Allergien oder Zahnproblemen haben es leichter, wenn es auch klare Essenspausen gibt.

Zum Konzept der Salutogenese gehört auch der Begriff der Kohärenz.

Damit ist eine Grundsicherheit des Kindes gemeint, innerlich zusammengehalten zu werden, sowie sicher sein zu können, dass Hilfe, Halt und Unterstützung von aussen kommen.

Aufgrund dieses wesentlichen Bindungsbedürfnisses des Kindes sieht die Waldorfpädagogik die Gefahr, dass das Kind überfrachtet wird, wenn durch einen Ansatz auf kognitiv-intellektueller Ebene, frühzeitig eine große Menge von abfragbarem Wissen und eine Vielzahl von konkreten Fertigkeiten vermitteln werden soll.

Deshalb versuchen wir dieses Wissen und die Fertigkeiten in erster Linie in überschaubaren, alltagspraktischen Lebenszusammenhängen und emotional herausfordernden und motivierenden Situationen zu vermitteln. Hierdurch entsteht ein direkter Bezug zur Realität wenn dies z.B. im Wald, im Garten, während des Aquarellierens, des Backens, des Singens und Tanzens vermittelt wird.

Im folgenden wird dies in verschiedenen Lernbereichen verdeutlicht, wie sie im frühpädagogischen Bildungsplan vorgesehen sind.